Von der Gründung 1902 bis zur Schließung 1933 Kurze Biographie des Reformpädagogen Karsens Leitsätze für eine moderne Pädagogik Ja wat weiß ich was man da Intelligentes schreiben könnt Über die Anfänge des Zweiten Bildungsweges Bruno Tauts Entwurf eines Schulbaus neuer Art

Das Architekturmodell
Bruno Tauts architektonische Umsetzung von Fritz Karsens Konzept der Arbeits-, Gesamt- und Gemeinschaftsschule

Einleitung
Im Rahmen der Pläne des Bezirksamtes Neukölln für neue Schulbauten entwickelte der Architekt Bruno Taut zusammen mit Fritz Karsen in den 1920ern ein Modell, das auch vom Staat genehmigt wurde. Mit diesem Entwurf hätte das reformpädagogische Konzept Karsens auch eine architektonische Gestalt bekommen.
Praktisch umgesetzt wurde jedoch nur ein Pavillon auf dem geplanten Gelände am Dammweg Neukölln zu Probezwecken, denn aufgrund der Weltwirtschaftskrise musste ein Weiterbau abgesagt werden.

Der Versuchspavillon

Bild 1: Der Pavillon heute   >>[Bild 2]
In dem Versuchspavillon, der tatsächlich errichtet wurde, fand zur Erprobung Unterricht statt. Hier experimentierte Bruno Taut ab 1927 monatelang "an der besten Belichtung, für die er erst das Sheddach vorgesehen hatte, dann aber Lichtbänder einsetzte, an der bestmöglichen Öffnung zum Freiraum und der Ausstattung mit Wandschränken, Vorhängen, Verdunklungseinrichtung, Gruppentischen und Spezialarbeitstischen - und war nie richtig zufrieden." (Kemnitz 2003, S. 263)

Der Pavillon steht heute auf dem Gelände der Carl-Legien-Oberschule (Dammweg 216-226) in Berlin Neukölln und ist vor einigen Jahren restauriert worden.

Der Grundriss
[genauere Erklärungen durch Klicken auf einzelne Teile des Grundrisses]
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Die Grundrißposition zeigt eine völlige Verschmelzung der verschiedenen Altersstufen in der Weise, daß ein Korridor ... durch die ganze Anlage geführt ist, wobei Raumerweiterungen und eine Reihe von Raumabschlüssen durch Glaswände und Türen neben der Krümmung die Öde des Eindruckes vermeiden." (Bruno Taut, 1927)

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Gesamtansicht der Dammwegschule

Hier sehen Sie den kompletten Bau mit der angrenzenden öffentlichen Parkanlage, wo Spielplätze, Schülergärten sowie ein Turnplatz und ein großer Sportplatz entstehen sollten. Die Parkanlage sowie auch der Schulbau selbst sollten für die Bevölkerung frei zugänglich sein.
Der 500 Meter lange Bau sollte einen "Gesamtorganismus [darstellen], der das Kind vom Kindergarten zum Abiturium führt" (Bruno Taut, 1927). Die Dammwegschule war für 2500 bis 3000 Schüler gedacht.

Aufgaben des Neubaus (lt. Fritz Karsen):
:::Gewand für eine einheitliche Schule
:::kooperative, sachliche Arbeit befördern
:::Lebensraum der Schüler und aller zur Schule gehörigen Personen ohne künstliche Abtrennung von der Umwelt
(Kemnitz 2003, S. 258/259)

>>[Gesamtansicht]
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